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Gender Exploratory Therapy – ein systemisch-entwicklungsorientierter Zugang

Theorieseminar mit A. Spiliadis

Dieser 2-tägige Workshop gibt eine Einführung in die Begleitung von jungen Menschen und ihren Familien im Umgang mit Gender–Distress. Im Rahmen des Workshops wird neben didaktischen Inputs sowie Videoausschnitten von systemischen Interventionen mit jungen Menschen und ihren Familien  auch Raum für  interaktive Elemente wie Reflexion und aktive Übungen sein.

Im Rahmen des Works können folgende Themen behandelt werden

  • Einführung in den klinischen, sozialen und politischen Kontext dieser Arbeit
  • Theoretische Zugänge zum Verständnis von “Genderbezogenem Disstress“ im Verlauf der Zeit
  • Einführung in den systemisch-entwicklungsorientierten Zugang von Gender-Explorationstherapie/ Modell, klinische Skills und Gruppenarbeit
  • Überlegungen zu Sprache und Bedeutungsgebung in Bezug auf biologisches Geschlecht und Gender
  • Die Beziehung zwischen „Genderbezogenem Disstress“ in der Kindheit und Transgender Identität
  • Evidenzbasierte Erkenntnisse für medizinische und nicht-medizinische Interventionen
  • Exploration der wichtigsten klinischen  Dilemmata (sich verändernde demographische Daten in der  Patient:innengruppe - zum Beispiel die Zunahme von Frauen, die sich wegen Gender Distress melden und das häufige Auftreten von Gender Distress  bei jungen Menschen im Autismus-Spektrum)

Ziele:

  • Ein besseres Verständnis der aktuellen klinischen und therapeutischen Dilemmata in der Arbeit mit jungen Menschen mit Genderbezogenem Disstress zu entwickeln
  • Zu erforschen, wie ein systemischer Zugang zu Gender Exploration hilfreich sein kann
  • Integration eines entwicklungsorientierten Zugangs in die klinische Arbeit
  • Reflexion der Verbindung von Theorie und Praxis

Das Seminar wird in leichtem, gut verstehbarem Englisch mit (bei Bedarf) konsekutiver Übersetzung stattfinden.


Kosten:

€ 215,- für ÖAS-Student:innen
€ 230,- für ÖAS-Mitglieder
€ 250,- für Nicht-Mitglieder der ÖAS

15 Einheiten (à 45 min) Fr 17.00 – 21.00 Uhr, Sa 9.00 – 18.30 Uhr
 

Referent: Anastassis Spiliadis
Systemischer Familientherapeut (MSc, King’s College London), Psychologe (MSc, Westminster University), systemischer Supervisor (PGCert, Tavistock Centre), absolviert derzeit sein Doktoratsstudium an der University of Essex. Therapeutisch arbeitet er in London und Athen mit jungen Menschen, Erwachseneren und Familien mit komplexen und langwierigen Herausforderungen – unter anderen Gender-bezogener Distress (GRD), Essstörungen und Suizidalität. Er war als Kliniker, Supervisor und Lehrender am Maudsley Hospital und Royal Free Hospital in London tätig und arbeitete auch vier Jahre für das Gender Identity Development Service an der Tavistock Klinik. Dort baute er die erste Einrichtung in London  auf, die Familientherapie und Beratungsleistungen für Menschen anbietet, die von GRD betroffen sind. Er entwickelte das Gender Explorationsmodell, das inzwischen vom UK National Health Service als Erstintervention empfohlen wird. Er unterrichtete in verschiedenen Ausbildungsprogrammen am King’s College sowie am University College in London.