Emanuelstiftung- für Überlebende ritueller Gewalt und organisierter Ausbeutung durch Zwangsprostitution bzw. Kinderpornografie

mit Dr.jur. E. Lauer-v. Lüpke

In unserem psychotherapeutischen Beruf ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass wir mit Menschen in Kontakt kommen, die psychische und sexuelle Gewalt erfahren haben. Im Bereich der organisierten Gewalt ist das Ausmaß genau dieser Gewalt für Außenstehende selten erkennbar, und wenn sie etwas bemerken, ist es in der Regel schwierig, etwas dagegen zu unternehmen.

Mitten in unserer vermeintlich sicheren und geschützten Gesellschaft werden täglich und teilweise über Jahre oder gar Jahrzehnte hinweg Kinder, Jugendliche, Frauen* und Männer* aus verschiedensten sozialen Schichten in sadistischer Weise misshandelt und ausgebeutet. Mitunter beginnt dies in sehr frühem Alter, unter Beteiligung nächster Verwandter, und kann so immer wieder geschehen, ohne dass den betroffenen Kindern jemand zur Hilfe kommt. Und nicht selten machen ideologische, religiöse bzw. sektenhafte Strukturen dies erst möglich.

Fast alle Überlebenden leiden auch langfristig stark unter der erlittenen Gewalt, die oft einen Großteil ihres früheren Lebens bestimmt hat. Schlafstörungen und Albträume, heftige Flashbacks, Dissoziation, Panikattacken, unerträgliche Schmerzen, überwältigende Trauer, enorme Schuldgefühle, Selbsthass, Hoffnungslosigkeit und ein Leben am Rande des Suizids sind nur einige der Folgen, mit denen solche Menschen auch viele Jahre später noch zu kämpfen haben.

Im Rahmen dieses Jour fixe wird Frau Lauer-v. Lüpke das Thema aus Sicht ihrer Arbeit vorstellen. Mit ihrer klaren Haltung und ihrer großen Expertise widmet sie sich der differenzierten, faktenbasierten Information zu dem, was bisher bekannt ist – in einem oft sehr unsachlich aufgeladenen Spannungsfeld zwischen unseriösen Behandlungskonzepten und Verschwörungsmythen bzw. der Verleugnung des Themas und Devalidierung von Betroffenen kein leichtes Unterfangen.


Zur Referentin: Dr. jur. Eva Lauer von Lüpke ist Juristin, Traumafachberaterin (DeGPT/BAG-TP) und seit 2013 Leiterin der Emanuelstiftung. Die Emanuelstiftung unterstützt Überlebende ritueller Gewalt und organisierter Ausbeutung durch Zwangsprostitution bzw. Kinderpornografie. www.emanuelstiftung.info  Frau von Lüpke ist eine erfahrene Beraterin von Institutionen, die sich für den „Überlebendenschutz“ von betroffenen Menschen einsetzen. Darüber hinaus arbeitet sie seit Jahren in verschiedenen Gremien, u.a. beim Nationalen Rat der Bundesregierung Deutschland gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen www.nationaler-rat.de   sowie beim Fonds Sexueller Missbrauch www.fonds-missbrauch.de mit.

 

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Jour Fixe Koordination

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Jour Fixe Salzburg Elisabeth Berger & Cathrin Schweiger-Bloo

Mag.ª Elisabeth Berger
Mag.ª Cathrin Schweiger-Bloo