Der gleichberechtigte Zugang zu psychotherapeutischer Versorgung stellt ein zentrales Anliegen professioneller Gesundheitsversorgung dar. Daraus ergibt sich die Verantwortung, und im Sinne fachlicher sowie ethischer Standards auch die Verpflichtung, bestehende Barrieren zu identifizieren und abzubauen sowie insbesondere Menschen mit Behinderungen oder Lernschwierigkeiten einen adäquaten Zugang zu psychotherapeutischer Unterstützung zu ermöglichen. Dies impliziert zugleich die Notwendigkeit, die eigene psychotherapeutische Praxis inklusiv und zugangssensibel zu gestalten. In der Praxis zeigen sich jedoch zahlreiche Barrieren räumlicher, kommunikativer, sozialer oder struktureller Art, die sowohl für Klient:innen als auch für Therapeut:innen eine Herausforderung darstellen.
Dieses Seminar zielt darauf ab, besondere Aspekte einer Psychotherapie für Menschen mit Behinderungen oder Lernschwierigkeiten zu beleuchten, indem theoretische Konzepte mit praxisbezogenen Anwendungen verknüpft werden und zugleich Raum für die Bearbeitung eigener Fallbeispiele, Fragestellungen und Unsicherheiten eröffnet wird.
Themen:
- Systemische Perspektiven auf Inklusion und Teilhabe
- Begriffs- und Modellverständnisse von Behinderung und Lernschwierigkeiten
- Diskriminierungs- und diversitätssensible Ausgestaltung psychotherapeutischer Prozesse
- Modifikationen sowie spezifische Anforderungen in der Psychotherapie mit Menschen mit Behinderungen und Lernschwierigkeiten
- Reflexive Auseinandersetzung mit der eigenen professionellen Haltung und Praxis
- Entwicklung konkreter Strategien zur Implementierung barrierefreier Angebote
Zur Referentin: Mag.a Alexandra Müller MSc MBA, Psychotherapeutin (Systemische Therapie/Systemische Familientherapie), Pädagogin, Supervisorin und Coachin, Lebens- und Sozialberatung, Unternehmensberatung sowie Lehrende (www.alexandramueller.at).

