Das Seminar vermittelt theoretische Grundlagen und aktuelle Konzepte der systemischen psychotherapeutischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die mit psychischen Belastungen, Entwicklungsrisiken oder komplexen psychosozialen Problemlagen konfrontiert sind. Dabei werden Symptome nicht isoliert betrachtet, sondern im Kontext familiärer, sozialer und gesellschaftlicher Beziehungssysteme verstanden. Ziel des Seminars ist es, entwicklungspsychologische Grundlagen sowie systemische Erklärungs- und Interventionsmodelle zu vermitteln und eine ressourcen- und beziehungsorientierte therapeutische Haltung zu fördern.
Ein Schwerpunkt des Seminars liegt auf der Auseinandersetzung mit häufigen psychischen Belastungen und Problemlagen im Kindes- und Jugendalter. Behandelt werden Essstörungen sowie delinquentes, oppositionelles und externalisierendes Verhalten unter Berücksichtigung ihrer biopsychosozialen Entstehungsbedingungen und systemischen Behandlungsmöglichkeiten. Darüber hinaus werden sexualisierte Gewalt und Missbrauch, mögliche Traumafolgen sowie Grundlagen einer traumasensiblen systemischen Haltung thematisiert. Ein weiterer Fokus liegt auf der Gesprächsführung mit betroffenen Kindern und Jugendlichen, der interdisziplinären Zusammenarbeit sowie rechtlichen und ethischen Fragestellungen, insbesondere im Zusammenhang mit Kindeswohlgefährdung. Ergänzend werden Mobbing, Cybermobbing und soziale Ausgrenzung als relevante Belastungsfaktoren der psychischen Entwicklung sowie Möglichkeiten der Prävention und systemischen Intervention behandelt.


