Kompetentes Handeln bei Übergriffen durch Klient:innen

Professionelles Einschreiten und Grenzachtung

- 3 Abende mit Z. Önsür-Oluğ & M. Dalhoff

Therapeutische Arbeit basiert auf Vertrauen, Respekt und klaren professionellen Grenzen. Kommt es zu grenzverletzendem oder (sexuell) übergriffigem Verhalten durch Klient:innen, sind Therapeut:innen gefordert, angemessen, klar und professionell zu handeln. Ziel ist es, sowohl die eigene Integrität zu schützen als auch den therapeutischen Rahmen aufrechtzuerhalten. Professionelles Einschreiten bedeutet, Grenzverletzungen frühzeitig wahrzunehmen, klar zu benennen und konsequent zu unterbrechen. Dabei ist eine wertschätzende, aber eindeutige Kommunikation zentral. Grenzachtung ist keine persönliche Abwehr, sondern ein notwendiger Bestandteil professioneller Verantwortung und Qualitätssicherung in der therapeutischen Beziehung.


Herausfordernde Situationen erfordern Selbstreflexion, fachliche Sicherheit und gegebenenfalls Rückgriff auf institutionelle Leitlinien, Supervision oder kollegiale Beratung. Kompetentes Handeln stärkt nicht nur den Schutz der Fachkräfte, sondern trägt auch zur Klärung von Rollen, Machtverhältnissen und Verantwortlichkeiten im therapeutischen Prozess bei.

 

Referentinnen:

Zeynep Önsür-Oluğ ist Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision, Sozial- und Sexualpädagogin sowie zertifizierte Fachberaterin gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen. 

Maria Dalhoff ist traumazentrierte Fachberaterin und Traumapädagogin (DeGPT-zertifiziert), Erwachsenenbildnerin (WBA-Akkreditierung) sowie Sexual- und Theaterpädagogin. 

Beide sind langjährige Mitarbeiterinnen der Wiener Fachstelle Selbstlaut – gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen und sind in den Bereichen der Prävention und Intervention, Fortbildung, Publikation, Beratung sowie Verdachtsbegleitung tätig.