Nichtdominante Diskurse in der Psychotherapie

am Beispiel Migration / transkulturelle Diskurse mit D. Karabinova

Bei manchen Themen von Klient:innen denken wir: „Kenne ich mich da wirklich aus?“ Oft sind es die sogenannten nicht-dominanten Diskurse wie Gender, Kolonialismus, Diskriminierung, Polyamorie usw., die uns persönlich als Therapeut:innen fordern – und manchmal überfordern. Am Beispiel „ Migration und Aufnahmegesellschaft“ wird das therapeutische Dasein in Frage gestellt – braucht es mehr an Kompetenzen und Wissen, oder ist die Haltung des Nichtwissens, des Interesses und der Neugier ausreichend, um Klient:innen mit Migrationsgeschichte abzuholen? Wie sind wir in der Therapeut:inrolle mit einer eigenen Migrationsgeschichte?

Themen:

  • Migration als globales Phänomen in der therapeutischen Praxis: Migrant:in ist nicht gleich Migrant:in, migrantischer Hintergrund und Vordergrund
  • Methodisches: migrantisch-strukturelles Genogram, timeline, Phasen der Migration aus therapeutischer Sicht
  • Migrant:innen als Klient:innen – Faszination und Überforderung
  • Fallbeispiele: migrantische Familien – zwischen Bezogenheit und Individuation, zwischen Kollektivismus und Individualismus, Aufträge und Erwartungen

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Lehrtherapeut:innen Graz

Mag.a Diana Karabinova

Psychotherapeutin (Systemische Familientherapie), Lehrtherapeutin der ÖAS, Anglistin und Orientalistin, Weiterbildung in Säuglings-, Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie, Klinische Sexologin (Sexocorporel). 

Als Migrantin der ersten Generation in Österreich und mit einer starken Verankerung in der Transkulturalität verstehe ich Psychotherapie als einen offenen, durchlässigen Prozess, der Menschen in Übergängen stärkt und sie in ihrer persönlichen Entwicklung und Selbstheilung unterstützt. Arbeitsschwerpunkte: Mehrpersonensettings, Paartherapie, Sexualität, familiäre Gewalt, Migrationserfahrungen, Kinder und Jugendliche mit Migrationsgeschichte.