Rund um die Geburt eines Kindes sind 10-15% der Mütter (und einige Väter) von peripartalen psychischen Schwierigkeiten, wie postpartaler Depression (PPD), peripartalen Ängsten oder posttraumatischer Belastungsstörungen betroffen. Anstatt hier ein individuelles Defizit der Klient:innen festzuschreiben, betrachtet die hier vorgestellte systemische Perspektive Symptombildung im Peripartalzeitraum als Ausdruck familiärer, gesellschaftlicher und biografischer Umbrüche. Diskurse rund um moderne Mutterschaft, unerfüllbare Erwartungshaltungen und geschlechtlich[1] strukturierte Arbeitsteilung sind dabei unbedingt zu beachtende Kontextfaktoren.
Ergänzend zu den systemischen Betrachtungen werden familientherapeutische, hypno-systemische und narrative Interventionen vorgestellt, um mit Einzelpersonen und Familien in dieser vulnerablen Zeit therapeutisch zu arbeiten.
[1] Dabei ist Geschlecht nicht als biologische Tatsache, sondern als Markierung im Diskurs zu verstehen
Zur Referentin: Mag.a Maria Asenbaum: Psychotherapeutin in freier Praxis (systemische Familientherapie), Zusatzausbildung in klinischer Hypnose, zusätzlich tätig in der Erwachsenenbildung im Bereich Entwicklungspsychologie, Publikation „Störungen systemisch behandeln: Postpartale Depression“ erscheint 2026 im Carl Auer Verlag.


