(Soziale) Geschwister*beziehungen - eine Spurensuche

istock.com / Wipada Wipawin

mit S. Klingan & K. Grossmann

Beziehungen zwischen Geschwistern lassen sich auf vielfältige Weise beschreiben. Bestimmte Rahmenbedingungen (z.B.: teilweises, gemeinsames Aufwachsen in derselben Familienstruktur; zum Teil gemeinsame Bezugspersonen und Vorfahren; gemeinsame Narrative zu Familiengeschichten; die lange Dauer der Beziehungen; erste Peergroup-Erfahrungen) geben ihnen einen besonderen Stellenwert. Erfahrungen, die wir als Geschwister gesammelt haben, leben oft weiter in unseren aktuellen Beziehungen zu Freund*innen, Partner*innen, Kolleg*innen usw.

In diesem Seminar möchten wir die Seminarteilnehmer*innen dazu einladen, sich im Kontext von Geschwisterbeziehungen bzw. geschwisterlichen Erfahrungen zu reflektieren:

  • Welche Spuren haben sie in ihrem Leben gezeichnet?
  • Wie wirken diese in die Gegenwart?
  • Wie können neue Spuren gelegt werden?
  • Welche Perspektiven eröffnen sich für sie dadurch?

*In diesem Seminar werden Geschwisterbeziehungen erweitert/inklusiv gedacht – sie umfassen biologische, Halb- und Stiefgeschwister, Adoptiv- und Pflegegeschwister, soziale und gewählte Geschwister; Beziehungen zu Personen, mit denen wir geschwisterliche Erfahrungen teilen;

Co-Referentin: Mag.a Katharina Grossmann: Bildungswissenschaftlerin, Psychotherapeutin (Systemische Familientherapie) am Institut für Paar- und Familientherapie und der ÖAS Ambulanz Wien, in freier Praxis tätig

Es werden 1 Personen angezeigt.

Lehrtherapeut:innen Wien

Mag.a Susanne Klingan

Psychotherapeutin (Systemische Familientherapie), Diplomstudium Pädagogik u. Sonder- und Heilpädagogik;
7 Jahre in der aufsuchenden Familienarbeit in Niederösterreich tätig, seit 2005 am Institut für Paar- und Familientherapie beschäftigt; Lehrtherapeutin in der ÖAS seit 2009
In Therapiegesprächen möchte ich Erzählungen fördern, die Menschen damit in Verbindung bringen, was ihnen wichtig ist im Leben. Marginalisiertes kann so sichtbar werden, unterbrochene Dialoge können wieder aufgenommen werden. Gesellschaftliche Diskurse haben reale Effekte auf unser Leben und spiegeln sich in therapeutischen Gesprächen wider. Diesen Diskursen Raum zu geben und ihre Bedeutung für Klient*innen zu reflektieren, ist mir daher ein Anliegen.