Das letzte Lebensdrittel ist geprägt von einer einzigartigen Fülle: gelebte Beziehungen, Erfahrungen und Erinnerungen – aber auch von Verlusten, körperlichen Veränderungen und Fragen nach Sinn, Autonomie und Zugehörigkeit. In der systemischen Psychotherapie eröffnet sich hier ein weiter Raum, in dem biografische Erzählungen, familiäre Dynamiken und gesellschaftliche Bilder vom Altern neu betrachtet werden können.
Dieses Theorieseminar vermittelt Grundlagen und spezifische Methoden der Gerontopsychotherapie aus systemischer Sicht. Wir beschäftigen uns mit Themen wie Rollenveränderungen, intergenerationalen Beziehungen, Ressourcenarbeit und der Begleitung von Abschiedsprozessen. Fallbeispiele und theoretische Impulse werden miteinander verknüpft, um ein vertieftes Verständnis für die Lebenswelt älterer Menschen zu entwickeln.
Ziel ist es, die eigene therapeutische Kompetenz für diese Lebensphase zu erweitern – und die Potenziale, die in einem „reichen Drittel Leben“ liegen, in der Arbeit sichtbar und nutzbar zu machen.