Lösungsfokussiertes Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen

istock.com / Christian Horz

aus psychotherapeutischer und kinderpsychiatrischer Perspektive mit E. Radeva-Kullnig

 

Dieses Seminar widmet sich der Frage, inwieweit der jeweilige Quellenberuf von Psychotherapeut:innen (z. B. Medizin, Psychologie, Pädagogik, Sozialarbeit) als implizites Mindset die Wahrnehmung von Kindern, Jugendlichen und ihren Bezugssystemen beeinflusst – oft unbewusst.

Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit Spannungsfeldern zwischen

  • einer klinisch-psychiatrisch/medizinischen Perspektive, die stark an Diagnosesystemen (ICD-10/11, DSM-IV/V), Entwicklungspsychopathologie und Klassifikation orientiert ist,
  • und psychotherapeutischen Zugängen, insbesondere konstruktivistisch und systemisch Lösungsorientiertorientierten Ansätzen, die diagnostische Kategorien kritisch reflektieren und den relationalen Kontext in den Vordergrund stellen.

Gerade in der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie wird dieses Spannungsfeld besonders deutlich: Diagnosen betreffen nicht nur das Kind oder den/die Jugendliche:n selbst, sondern immer auch Familie, Schule, Institutionen und gesellschaftliche Erwartungen.

Ziel des Seminars ist es, diese Perspektiven transparent, reflektierbar und dialogfähig zu machen – nicht im Sinne eines Entweder-oder, sondern als bewusste Erweiterung professioneller Handlungsmöglichkeiten.


Referentin: Mag.a Evtimiya Radeva-Kullnig unter Mitarbeit von Dr.in Ilse Aumüller - Dr. Ilse Aumüller ist Klinische- und Gesundheitspsychologin sowie Psychotherapeutin (Systemische Therapie). Sie promovierte in Psychologie an der Universität Wien und verfügt über langjährige klinische Erfahrung mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien.

Es werden 1 Personen angezeigt.

Lehrtherapeut:innen Wien

Mag.a Evtimiya Radeva KulniggCo-Regionalleitung Ausbildung Wien

Lehrtherapeutin der ÖAS, Psychotherapeutin (Systemische Familientherapie)